Lernen mal anders - Kremmener Schülerin erzählt von ihrer Flucht aus Syrien

Am 17. und 22 Juni fanden in der Hennigsdorfer Oberschule "Albert-Schweitzer" zwei außergewöhnliche Schulstunden statt. Thomas Günther war gemeinsam mit der 17jährigen Simaf aus Syrien zu Gast an der Oberschule. 

Die Schülerinnen und Schüler der 8., 9. und 10. Klassen lauschten aufmerksam, als die junge Frau von ihrem zu Hause in Syrien, dem Tod ihrer Mutter und ihrer Geschwister sowie der gefährlichen Flucht mit ihrer Schwester und 37 weiteren Flüchtlingen in einem Schlauchboot übers Mittelmeer nach Griechenland erzählte. Simaf ist vor etwas acht Monaten in Deutschland angekommen. Sie lebte davor in der Nähe von Aleppo und musste gemeinsam mit ihrer Schwester die Heimat verlassen, als die Bomben ihre Stadt zerstörten. Die Flucht dauerte insgesamt 28 Tage und war voller Angst und Gefahren. Ihr Vater und ihr kleiner Bruder leben noch in einem Dorf in der Nähe der Stadt.

In einem selbstgedrehten Video haben Flüchtlinge aus Oberhavel ihre Flucht musikalisch aufgearbeitet. "Dieser Film und Simafs Geschichte haben die Schüler, Lehrer und auch mich sehr berührt", fasst Thomas Günther die Gesprächsrunde zusammen.

Ab September wird Simaf die 11. Klasse am Oberstufenzentrum in Hennigsdorf besuchen, um ihr Abitur zu machen. Bereits in ihrer Heimat ging sie auf ein Gymnasium. Trotz ihrer kurzen Zeit in Deutschland, spricht sie bereits ausgezeichnet deutsch. Später möchte Sie Medizin studieren und Ärztin werden.  

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