Ausbildungsmarkt in Brandenburg: Noten nicht ausschließliches Kriterium
Donnerstag, 5. August 2010

Potsdam. Das neue Ausbildungsjahr hat am 1. August 2010 begonnen, dennoch gibt es noch Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. Detlef Baer, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, sieht Handlungsbedarf bei den Unternehmen.

Zu Beginn des Ausbildungsjahres sind noch fast 4.000 Lehrstellen unbesetzt. Dem gegenüber stehen fast 6.000 Jugendliche, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Baer appellierte an die Brandenburger Wirtschaft, mehr Ausbildungsplätze anzubieten. "Gerade vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels ist es wichtig,  allen jugendlichen Lehrstellenbewerbern eine Chance zu geben“, sagte er.

"Bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen sollte nicht nur ausschließlich auf die Noten geachtet werden. Die Jugendlichen brauchen eine Chance ihre Qualitäten zu zeigen“,  so der Baer. "Das Handwerk und die Wirtschaft sollte den Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich zu bewähren. Ein Notendurchschnitt von 2 ist nicht die Garantie für gute handwerkliche Fähigkeiten“, erklärte der SPD-Politiker,  "und umgekehrt bedeutet eine 3 in Deutsch nicht auch zwei linke Hände.“

Baer: "Wir alle, Landesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften und Wissenschaft, müssen Strategien entwickeln, dem Fachkräftemangel zu begegnen und gemeinsam an deren Umsetzung arbeiten.“

 
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