Liebe Oberhavelerinnen und Oberhaveler,
liebe Website-Besucher,
Sie erfahren auf diesen Seiten mehr über meine
Tätigkeit als Abgeordneter im Brandenburger Landtag und das Geschehen
im Wahlkreis sowie über meine Bilanz der letzten Wahlperiode.
Möchten Sie mit mir bezüglich eines bestimmten Anliegens in Kontakt treten oder mir Ihre Kritik zu meiner Homepage mitteilen? Hier haben Sie ganz einfach die Möglichkeit dafür. Ich freue mich über Ihre Post.
am 20. November 2010 steht der
nächste Unterbezirksparteitag und damit die Neuwahldes UB-Vorstandes an. Nach
reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, nicht erneut für den Vorsitz
der SPD Oberhavel zu kandidieren. Die Gründe für diese schwierige aber
notwendige Entscheidung möchte ich im Folgenden erläutern.
In den vergangenen zwei Jahren
haben sich für mich wichtige Veränderungen ergeben, die zur Folge haben, dass
ich zukünftig den Vorsitz im Unterbezirk nicht mehr meinem eigenen Anspruch
entsprechend auszuüben könnte.
Mit meiner Wahl zum
bildungspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, einem zentralen Feld der
Landespolitik, war für mich ein Zuwachs an Verantwortung und ein deutlich
höherer Arbeitsumfang verbunden. Ich möchte weiterhin an der schwierigen aber
auch lohnenswerten und notwendigen Aufgabe arbeiten, die Voraussetzungen für
gute Bildung in Brandenburg zu verbessern. Dies erfordert aber noch mehr Zeitaufwand.
Gleichzeitig möchte ich nicht, dass dabei meine kleine Familie zu kurz kommt.
Deshalb halte ich es auch für notwendig, mein Mandat im Kreistag Oberhavel abzugeben.
In den nächsten Jahren wird es
darüber hinaus, bedingt durch das Auslaufen des Solidarpaktes, notwendig sein,
den Haushalt des Landes Brandenburg mit unpopulären Sparmaßnahmen zu
konsolidieren. Vor diesem Hintergrund wird es zukünftig immer schwieriger, in
Doppelfunktionen tätig zu sein. Dies ist mit ein Grund dafür, warum ich Euch
meine bisherige Stellvertreterin Andrea Suhr aus dem Ortsverein
Gransee-Fürstenberg als neue Vorsitzende der SPD Oberhavel vorschlage. Sie
besitzt das notwendige Engagement, die Erfahrung und die Unabhängigkeit, um
unsere Partei im Landkreis auch durch politisch bewegte Zeiten zu führen.
Liebe Genossinnen und Genossen,
ich bedauere sehr, Euch diese Mitteilung machen zu müssen. Natürlich werde ich
auf dem anstehenden Parteitag noch eine ausführliche Bilanz der zurückliegenden
Wahlperiode ziehen. Selbstverständlich stehe ich bei Bedarf auch für ein
persönliches Gespräch bereit. Schon jetzt möchte ich mich aber für die gute Zusammenarbeit
und die überwiegend positive Resonanz aus den Ortsvereinen ganz herzlich
bedanken.
Da ich mich ja nicht aus der
Politik zurückziehe, im Gegenteil, stehe ich Euch auch in Zukunft gerne für
Themen der Landespolitik als Gesprächspartner zu Verfügung.
Potsdam. Zum Schulstart nach den Sommerferien hat
Landesbildungsminister Holger Rupprecht heute bekannt gegeben, dass zum
neuen Schuljahr wie geplant knapp 400 neue Lehrerinnen und Lehrer in
Brandenburg eingestellt werden. Der bildungspolitische Sprecher der
SPD-Fraktion, Thomas Günther, freut sich über die Verstärkung an den
Schulen.
"Besonders erfreulich ist, dass auch
ein großer Teil der Referendare in den Schuldienst übernommen wird. Die
vielen neu eingestellten jungen Lehrerinnen und Lehrer bringen mit
ihren frischen Ideen neuen Schwung in den Unterricht“ sagte Günther. Er
sei zudem ein Erfolg, dass gelungen sei, einen Schwerpunkt auf die
Einstellung von Lehrpersonal mit sonderpädagogischer Ausbildung zu
legen. "Der Bedarf an Sonderpädagogen ist groß. Er wird in den
kommenden Jahren weiter steigen“, erklärte der SPD-Politiker im
Hinblick auf das Thema Inklusion und die Verringerung der
Schulabbrecherquote, "deswegen ist es wichtig, viele Sonderpädagogen
einzustellen.“ Es wäre wichtig, dass Sonderpädagogik einen größeren
Anteil am Lehramtsstudium ausmachen würde.
Für die kommenden
Jahre sind weitere Einstellungen geplant. "Die jetzt fast 400
Einstellungen machen mich zuversichtlich, dass es auch in den kommenden
Jahren gelingen wird, die Stellen zu besetzen“ so Günther.
Zum
kommenden Schuljahr sollen die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler
in den Fächern Deutsch und Englisch gestärkt werden, Lehrkräfte mit
Fortbildungs- und Beratungsangeboten besser unterstützt werden. "Es ist
gut, dass wir nach dem enttäuschenden Abschneiden Brandenburgs beim
aktuellen Ländervergleich schnell handeln“ sagte der Bildungs-Experte.
Mehr verpflichtende Diktate, ein schärferer Fokus auf Rechtschreibung
in allen Fächern und die Stärkung des Deutsch- und Englischunterrichts
seien der richtige Weg. Mit solchen Leistungskontrollen ließen sich
Defizite aufspüren und dann beheben. Es sei nun auch an den Schulen,
Möglichkeiten wie die flexible Stundentafel zu nutzen, um Kinder
gezielter zu fördern.
"Das kann aber nicht alles sein“, mahnte
er, "wir werden in den kommenden Monaten genau schauen müssen, was noch
zu tun ist, um die Bildung in Brandenburgs Schulen längerfristig und
dauerhaft zu verbessern.“ In einer Expertenrunde soll nun mit
Unterstützung von Professor Olaf Köller, Leiter des Leibniz-Instituts
für Pädagogik, ein Gesamtkonzept entwickelt werden.
Potsdam. Das neue Ausbildungsjahr hat am 1. August 2010
begonnen, dennoch gibt es noch Jugendliche ohne Ausbildungsplatz.
Detlef Baer, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, sieht
Handlungsbedarf bei den Unternehmen.
Zu
Beginn des Ausbildungsjahres sind noch fast 4.000 Lehrstellen
unbesetzt. Dem gegenüber stehen fast 6.000 Jugendliche, die noch auf
der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Baer appellierte an die
Brandenburger Wirtschaft, mehr Ausbildungsplätze anzubieten. "Gerade
vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels ist es wichtig,
allen jugendlichen Lehrstellenbewerbern eine Chance zu geben“, sagte er.
"Bei
der Vergabe von Ausbildungsplätzen sollte nicht nur ausschließlich auf
die Noten geachtet werden. Die Jugendlichen brauchen eine Chance ihre
Qualitäten zu zeigen“, so der Baer. "Das Handwerk und die Wirtschaft
sollte den Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich zu bewähren. Ein
Notendurchschnitt von 2 ist nicht die Garantie für gute handwerkliche
Fähigkeiten“, erklärte der SPD-Politiker, "und umgekehrt bedeutet eine
3 in Deutsch nicht auch zwei linke Hände.“
Baer: "Wir alle,
Landesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften und Wissenschaft, müssen
Strategien entwickeln, dem Fachkräftemangel zu begegnen und gemeinsam
an deren Umsetzung arbeiten.“